Das Crowdfunding für den Turris Omnia Router auf indiegogo hat die Erwartungen von CZ.NIC deutlich übertroffen und das Projekt für einen Open-Source-Router auf der Basis von OpenWRT mit deutlich mehr Rechenleistung als übliche Router, hat viele überzeugt. Ich habe das Projekt damals zwar nicht direkt auf indiegogo unterstützt, aber nachdem der Router nun auch so zu kaufen ist, habe ich dann doch noch zugeschlagen. Zwar ist die 2GB-Variante mit ca. 330,-€ nicht gerade günstig, hat mich vor allem überzeugt, dass der Router sich selbständig mit Updates versorgt. Außerdem sprechen die technischen Daten für sich und im inneren des Gehäuses ist sogar noch ein freier Mini PCIe Port vorhanden, der für eigene Erweiterungen verwendet werden kann. Da ich meinen Turris unter anderem zu einem Medienserver ausbauen möchte, habe ich in dem Mini PCIe-Port eine mSATA SSD verbaut (Samsung MZ-M5E250BW interne SSD 250GB).

Eigentlich ist der Einbau ziemlich einfach: die sechs Schrauben des Gehäuses lösen und den Gehäusedeckel abnehmen. Das klappt hervorragend und es gibt keine versteckten Ösen und Nasen, die den Zugriff auf die Router Innereien erschweren. Ist der Router erstmal geöffnet, sind die Mini PCIe Slots leicht zu erkennen. Leider werden mSATA SSDs laut dem Turris-Forum nicht in allen Mini PCIe Slots unterstützt, weswegen die mSATA-Platte  in den Slot mit der Bezeichnung CN7 eingebaut werden sollte. Im Auslieferungszustand war der Slot bereits durch die WLAN-Karte mit der halben Bauhöhe(WLE200NE) belegt. Diese Karte kann aber in den Slot auf der rechten Seite (Slot CN62) umgesteckt werden (siehe Abbildungen). Danach wurde meine mSATA SSD direkt als /dev/sda erkannt:

 

Jetzt muss die Platte nur noch mit fdisk partitioniert werden. Ich habe mich für eine Datenpartition entschieden. Ggf. muss zunächst eine bereits bestehende Partition gelöscht werden, bevor eine neue Partition angelegt werden kann:

Achtung: Wird mit dem fdisk oder mkfs.*-Kommando (s.u.) die falsche Partition ausgewählt, so kann es zu Datenverlusten und sogar zu Problemen beim Booten des Turris Omnia kommen! Daher unbedingt darauf achten, dass die richtige Partition ausgewählt wird.

 

Auf der neuen Partition wird jetzt noch ein Dateisystem angelegt:

Jetzt muss das Laufwerk nur noch in der LuCI-Oberfläche unter dem Menüpunkt  Systems > Mount Points > Mount Points > Add  eingebunden werden (siehe Screenshot). Danach sollte auch nach einem Reboot die Platte automatisch gemounted werden. Den dazugewonnen Speicherplatz werde ich vor allem für den LXC-Container verwenden, der einige Dienste im lokalen Netzwerk anbieten wird.

Auch wenn ich bisher noch nicht allzu viele Erfahrungen sammeln konnte, so hat das Gerät bis jetzt einen guten Eindruck hinterlassen und ich denke, dass sich im Laufe der Zeit weitere  Beiträge zum Thema OpenWRT und Turris Omnia ergeben.