Um 4:45 Uhr morgens ging mein Wecker, weil das Ballon-Unternehmens noch anrufen wollte um mir mitzuteilen, ob ich noch am Flug teilnehmen kann. Der Anruf kam dann auch tatsächlich um 5:10 Uhr und ich erhielt die Nachricht, dass ich mit fliegen (oder fahren?) kann. Schnell die nötigen Sachen gepackt und um 5:45 Uhr ging es zum Sammelpunkt wo die anderen Teilnehmer schon gewartet haben.

Es waren so viele Leute zusammengekommen, dass der Veranstalter kurzerhand zwei Ballonfahrten angesetzt hat. Dadurch hat der Ausflug insgesamt ca. 5 Stunden gedauert und ich konnte auch Fotos von einem startenden Ballon machen. Bei perfektem Wetter sind wir auf ca. 5500 Fuß aufgestiegen. Von hier  gab es einen fantastischen Blick auf die südlichen Alpen inkl. Gipfel des Mt. Cook, der ca. 150km entfernt war.

Nachdem die Ballonfahrt mit einem Sektfrühstück beendet wurde, ging meine Reise weiter nach Lake Tekapo; ein Ort mit einer kleinen Kirche am Rande der südlichen Alpen. Von den Wanderkarten, die ich mir in Christchurch beim D.O.C. besorgt habe, hab ich mir die Tour zum Mt. John ausgesucht. Auf dem Gipfel bin ich dann bei genau dem richtigen Licht angekommen und ich konnte dort oben einige Fotos mit Blick auf den Lake Tekapo machen. In der Sternwarte, die sich auf dem Berg befindet, habe ich dann erfahren, dass Abends Führungen mit Erklärungen zum Sternenhimmel angeboten werden. Es werden sowohl Touren angeboten bei denen der Sternenhimmel mit bloßem Auge betrachtet wird, als auch welche, bei denen Teleskope verwendet werden. Also habe ich sofort eine Tour gebucht.

Nachdem mich ein paar nette Leute wieder mit runter in den Ort genommen haben (so brauchte ich wenigstens nicht laufen), konnte ich bei Sonnenuntergang noch einige Aufnahmen der berühmten Kirche im Ort machen.

Die Sky and Earth Tour am Abend war super und ist definitiv zu empfehlen. Die Amateur-Astronomin Eva aus Finnland hat verschiedene Sternkonstellationen erklärt und einzelne Objekte dann anschließend am 16 Inch? Teleskop gezeigt. Dabei waren z.B. Saturn wo die Ringe gut zu erkennen waren und der Tarantula-Nebel)

Der Nachthimmel auf der Südhalbkugel ist schon atemberaubend. Zum Einen gibt es hier so gut wie keine Lichtverschmutzung und zum Anderen gibt es auf der Südhalbkugel ca. 500 Sterne mehr,  als auf der Nordhalbkugel, die mit bloßen Auge sichtbar sind.